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3 Männer, 3 Mopeds, 3 Länder

Ralf hatte die Idee - mit dem Moped durch Schweden, Norwegen, Dänemark. Start und Ziel: Bremen. Erst wollte er mit Armin fahren, aber nachdem meine 'Regierung' zustimmte, habe ich mich einfach angeschlossen. 2.500 km. Abfahren. Ankommen. Dazwischen? Mal sehen, wohin die Elche und Fjorde uns führen.

Eine grobe Richtung war schnell abgesteckt (siehe Map).


Erstes Planungstreffen:



So ungefähr könnte die Strecke aussehen:




18. Juni 2007

Wir mussten den Start um 1 Tag verschieben.

Als netten Nebeneffekt bekommen wir nun zur Abfahrt schönes Wetter statt Bremer Regen. Außerdem hatte ich dadurch die Zeit, die Seitenstruktur etwas umzubauen ...


19. Juni 2007

Startbereit


Die Start-Verschiebung hatte den großen Votrteil, dass wir dem Regen entgangen sind und mit der Sonne gen Norden fuhren. Pünktlicher Start um 8.45 Uhr. Um 12.00 Uhr mit der Fähre Puttgarden - Rodby. Durch Dänemark geht es gut durch, nur Kopenhagen ist eine einzige große Baustelle.

Pause


Um 16.00 Uhr geht die Fähre Helsingor - Helsingborg. In nördlicher Richtung liegt unser 1. Nachtquartier, in Jonstorp. Eine Jugendherberge in einem ehemaligen Gutshaus, toll gelegen:

Jugendherberge in Jonstorp


547 km sind wir den ersten Tag gefahren. Übrigens, wer in Schweden tanken will, sollte vorher einen Lehrgang mit schwedischen Zapfsäulen belegen ...



20. Juni 2007

Nach dem Aufstehen ein Gang durch den taufeuchten Rasen, danach ein hhhmmmmmm leckeres Frühstück von Armin ... auf geht es zur zweiten Etappe.


Pause - schon wieder 

Heute wird es ein reines "Abreissen" von Kilometern werden. Mir fehlen die Mohnblumen am Wegesrand, die uns gestern begleitet haben. Und die strikten Geschwindigkeitsbegrenzungen sowohl in Schweden als auch in Norwegen (dort noch restriktiver) ermöglichen zwar ein entspanntes Reisen, leider aber macht die einförmige Geschwindigkeit müde. Bevor der Sekundenschlaf bei mir einsetzt, müssen wir die eine oder andere Kaffee- und Raucherpause einlegen - wobei ich bei 2 nichtrauchenden Mitfahrern immer 3 rauchen muss ;-))

Dann verlässt uns jemand, auf den wir uns verlassen haben: Ralf`s TomTom. Irgendwie haut es mit dem Kontakt zwischen Navi und Stromzufuhr nicht richtig hin und TOLL, GANZ TOLL! kurz vor Oslo ist der Akku leer :-(((( Die Jugendherberge finden wir trotzdem, aber sie ist belegt und dann such mal ohne Navi in einer fremden Stadt bei Sch... Verkehr das Hostel!  Egal, wir haben es gefunden, es kommt sogar warmes Wasser aus der Dusche und der mitwohnende Italiener versteht englisch so gut wie ich italienisch.

Bettenmachen im Hostel


Aber das Essen im Hafen war gut! Und teuer.


21. Juni 2007


                                Impressionen aus Oslo:


    Der Troll, der uns immer begleitet hat                     Frühstück
 

        
      Das rote Rathaus                                             In der Fußgängerzone
 

  
       Hafen mit Festung                                       In der Fußgängerzone
 

 
           In der Fußgängerzone                           Nobel Friedens Center

 

    
           Am Rathaus                                         Im Hafen              Auf dem Weg zu
                                                                                                     den Museen

 

  
                                                      Im Museum
 

  
 

  
Armin und Ralf setzen mit einer Fähre über zu den Museen - und ich bin hier im Internet-Café und schreibe diese Zeilen.

Morgen früh soll es weitergehen, Richtung Nord-Westen. Übermorgen wollen wir in Bergen sein.

Das hat ja nun nicht geklappt ... siehe Bericht des nächsten Tages:

23. Juni 2007

Die Abfahrt aus Oslo gestaltete sich schwierig ... abgesehen vom (Dauer-) Regen hat Ralfs Navi Probleme, Strom von der Bord- Batterie zu bekommen, Armin's Guzzi zeigt Probleme mit dem Öl an, Ralfs Kettenspray ist alle und meine Maschine wackelt wie ein Lämmerschwanz und schwimmt, was ich den fürchterlichen Spurrillen zuschreibe. Wie sich später herausstellt, habe ich aber ein dickes Metallstück im Hinterrad:

         
       Sieht erst so harmlos klein aus                 und entpuppt sich dann ...
 

Nach rd. 200 km beschließen wir angesichts des Regens für heute Schluss zu machen. Wir quartieren uns in Gol auf einem Campingplatz in einer Hütte ein.

Mittels ADAC kann dann am Samstag das Reifenproblem gelöst werden. Was für eine Aktion! (Vom Preis will ich hier mal nicht schreiben...).

Wir können morgen, am Sonntag, weiterfahren, Bergen und seine Fischrestaurants warten!

Die Zwischenzeit seit Freitag vertreiben wir uns in Gol (sucht mal schoen auf Google Maps, vielleicht findet Ihr dort auch den Campingplatz. Groß genug ist er ja).

       
 
   Ralf beim "plotten" für den nächsten Tag               Armin unter der
                                                                          Naturdusche nach dem Saunagang

 

Die Wettersituation in Gol:


Wir haben nun auch Gelegenheit, die mitgebrachten Vorräte (Whisky und solche Sachen) zu vernichten, um Gewichtsreduzierung für die Motorräder zu erreichen ;-))


24. Juni 2007

Heute geht es endlich wieder los, ich kann mit einem "neuen" gebrauchten  Hinterradreifen losdüsen, Ralfs TomTom läuft und auch Armins Ölkontrolle geht nach kurzer Zeit wieder aus.

Immer am Fjord entlang. Leider bleibt es uns nicht erspart, nach rd. einer halben Stunde wieder die Regenkombis anzuziehen.

Höher und höher führt die Straße, die ersten Schnee bedeckten Berge kommen in Sicht. Wasserfälle, einer schöner als der andere.

Eine wunderschöne Landschaft begleitet uns. Und obwohl der Regen mittlerweile ziemlich heftig auf uns niederprasselt, gehört dieses Wetter irgendwie zur Landschaft.

Die Temperatur sinkt, ich bin froh, neben der Schutzkleidung eine Regenkombi über zu haben und auch die Winterhandschuhe nehme ich freudig an.

Leider verhindert das Wetter, dass wir viele Fotos machen und auch mit dem Filmen wird es zur Zeit nichts, ich habe keine Lust, meine Kamera zu ruinieren.

Nach der Passüberquerung geht es wieder bergab und plötzlich stehen wir vor Europas längstem Tunnel: 24, 5 km lang.

Und dann folgen auf den nächsten 200 km Tunnel um Tunnel, der kürzeste 67m lang, dazwischen alle Variationen. Zum Schluss kann ich keinen mehr sehen. Allerdings ist das Wetter nach dem "Monstertunnel" wie ausgewechselt - der Himmel klart auf, die Regenkombis werden verpackt und mit jedem Kilometer, den wir uns Bergen nähern,

Bergen 

kommt ein Sonnenstrahl mehr aus den Wolken heraus.

Die Nacht werden wir im YMCA verbringen und eine gehörige Portion Fisch haben wir auch schon vertilgt ...

Bergen 


25. Juni 2007

Nach dem 'opulenten' Frühstück im YMCA verabschieden wir uns aus Bergen. Der Rest des Tages ist dann allerdings einfach perfekt:

              

- fantastisches Wetter

- fantastische Landschaft

- geile Kurven

- wenig Verkehr

- nette Polizisten (!)

und ein voerzügliches Nachtmahl im Quartier n Korvik in der Nähe von Haugesund.

Ich warte auf die 'Quartiermacher'

26. Juni 2007

Leider erreichen wir heute morgen die Fähre von Skundeneshavn nicht rechtzeitig, so fahren wir 2 Stunden weiter und überqueren den Fjord von Arsvagen aus. Wir sind auf dem Weg zum Preikestolen, dafür müssen wir 2x unterm Fjord durch ... wir waren 232m unter dem Meeresspiegel!

Unterhalb des Preikestolen parken wir, schnacken mit Engländern, die alle mit Oldtimern (Sunbeam) da sind, ebenfalls mit Östreichern und machen uns auf den Weg: 2 Stunden hoch, über Stock und Stein,

  
 
                                      Aufstieg zum Preikestolen
 
über Geröllhalden und Gletscher-Abgängen. Was hatte Ralf vorher gesagt? "Wir müssen ein kleines Stückchen zu Fuß gehen!" 

      
 
                                             600m über dem Fjord
 

Oben angekommen, habe zumindest ich die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit erreicht - und die Motorradkluft macht es nicht einfacher. Aber es hat sich gelohnt, 600m ueber dem Fjord, gerade abfallend. Der 2-stündige Abstieg war auch nicht leichter als der Aufstieg, vor allem, da es begonnen hat leicht zu regnen und die Steine immer rutschiger wurden ...

Auf dem Parkplatz steht dann neben meiner blauen FJR eine grüne - mit Bremer Kennzeichen!

Leider ist der Fahrer weit und breit nicht zu entdecken. Schade, vielleicht stösst er über das Tourer-Forum auf diese Seite und meldet sich mal ....

Der Rest des Tages: noch eine Regenfahrt, bis ein Hotel in Byrne uns erlöst. Armin schlaeft sofort, für Ralf und mich findet sich ein Glas Rotwein (Preise haben die hier !!!).

27. Juni 2007

Fahrt nach Kristiansand, ab 13.00 Uhr kein Regen mehr. Einchecken in der Jugendherberge, dann Tickets fuer die Fähre besorgen ... das war's dann für heute. Vielleicht gehen wir gleich noch einen schönen fangfrischen Fisch essen.


Das mit dem Fisch hat geklappt: der Abend bei Fischsuppe (Ralf), Garnelen (Armin) und Muscheln (Uwe) sowie mit drei reizenden  Norwegerinnen, mit denen wir den Tisch teilten und ein sehr nettes Gespräch hatten.


Heute geht es früh ins Bett, denn die Fähre geht morgen früh ziemlich zeitig los.


28. Juni 2007

Um 6:00 Uhr ist aufstehen angesagt. Das EInschiffen geht schnell und reibungslos vor sich, dann ist 4 1/2 Stunden Ruhe angesagt.


Es begegnet uns bremische Geschichte, die Fähre wurde 1982 auf der AG Weser gebaut:

 So ganz ruhig wird die Überfahrt nicht. Der Troll, der uns durch ganz Norwegen begleitete, zeigt uns so kurz vor dem endgültigen Verlassen des Landes, wer dort das Sagen hat - es ist unruhige See und es regnet.

Als wir wieder festen Boden unter uns haben, sind wir in Dänemark.
 

Die  Windstärke vermag ich nicht  zu bestimmen, aber es muss mindestens dreistellig sein! Es fegt uns fast von der Straße und wir müssen ziemliche Schräglage einlegen, um  nicht Kontakt mit den Gräben zu machen.

Nun liegen noch rd. 750km bis Bremen vor uns, das ist uns für eine "Rutsche durch" zuviel. Wir finden auch eine sehr gemütliche, nette Jugendherberge und können die Tour so langsam ausklingen l

lassen ...


29. Juni 2007

Die letzte Etappe: Wind, Regen, die Fähre Glückstadt - Wischhafen, quer durchs Land nach Bremen.


Wir sind wieder zurück. Nun sind es insgesamt 3.206 km geworden.


Mein Fazit:

Es war ganz ganz toll! Klar, das Wetter hat nicht immer so gewollt wie wir uns es gewünscht haben, aber das kann mensch wohl auch in Norwegen nicht erwarten. Dafür hat es mir -und ich glaube uns dreien- riesigen Spaß gemacht. Wir haben viel gemeinsam gelacht, wir haben uns shr gut verstanden und waren ein tolles Team!



Jetzt ist erst einmal Wäsche waschen, Motorrad putzen, Bilder und Filme ordnen etc. angesagt. Und der Alltag wird uns wieder einholen ...



Danke Armin, danke Ralf für die sehr schönen Tage!